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Die SONY F828


 1) Der IR-Sperrfilter wird weggeklappt

Ich bin stolze Besitzerin einer SONY F828 – Bridge, ältere Bauart. SONY stattet einige seiner Bridge-Modelle im Digital-Still-Bereich mit dem so genannten Nightshot-Modus aus. In diesem Modus wird der "lästige" IR-Sperrfilter innerhalb der Kamera einfach aus dem Strahlengang geklappt und die einfallende IR-Strahlung bildgebend genutzt. Also, ich kann temporär das machen, was andere sich umbauen lassen müssen, und meine Kamera kann IR und "normal"
(siehe auch: Kamera-Umbau)!

2) Der Magnet-Hack

Endgültig zum Kult wurde die SONY F828 im Jahre 2014 jedoch durch den so genannten „Magnet-Hack“ von Daniel Schweinert.
Dazu ein kurzer Rückblick: Den Nightshot-Modus gab es natürlich schon vorher, doch wenn man damit IR-Aufnahmen machen wollte, musste man sich einen Graufilter auf die Linse schrauben (plus den IR-Transmissionsfilter) und war softwareseitig erheblich eingeschränkt in der Wahl der Blende (Offenblende) und bei den
Belichtungszeiten (von 1/30“ bis 1“ – das war’s!). Mit dem Magnet-Hack jedoch ist diese Software-Beschränkung gänzlich aufgehoben und man hat vollen Zugriff auf die Blenden und die Belichtungszeiten. Damit unterscheidet die SONY F828 nüscht mehr von einer „normal“ modifizierten Kamera! Das ist der Hit, wenn ich es mal so ausdrücken darf! UND: Man kann jederzeit wieder zurückgehen in den „gängigen“ Fotografiermodus. Ein IRrer Traum!

3) Die Aufnahme

Nun habe auch ich meine ersten Erfahrungen gemacht mit der neuen Verfahrensweise.
Erste Erkenntnisse:
die Belichtungsmessung sollte von vornherein um ca. +2/3-Blende (DEV +0,7) korrigiert werden
• RAWs fotografieren (und sich damit leider auf lange Speicherzeiten einstellen – ein kleiner Nachteil)
• WB kameraseitig fest einstellen (ich nehme „sonnig“)
JPEGs sind keine Kunst mehr und können echt wech (ich habe sie früher sehr gerne in meinen Workflow eingebaut)
Macht aba nüscht, sagt die Maus, denn ich habe ja die RAWs!
;-)

4) Die Bildbearbeitung

Wie meine Bildbearbeitung im Grunde aussieht, habe ich in einem Film erfasst:
IR-Ausarbeitung (Sony F828@645nm)
Darin enthalten ist die Anleitung zur Erstellung eines passenden Profils auf der Adobe-Schiene für die IR-Bildbearbeitung. Denn, infrarote Wellenlängen sind ja Wellenlängen außerhalb des sichtbaren Spektrums und somit für einen RAW-Konverter bisweilen schwer verdauliche Kost! Und es findet sich zudem ein Tipp darin, wie man Weichheit und Überstrahlungen in die Aufnahme bekommt, denn die sehen bei Infrarot-Fotografien oft mächtig chic aus.

 
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